WorldSkills 2011

 

 

 

41st WorldSkills Competition
London, United Kingdom

05. bis 08. Oktober 2011



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Sechster Platz für
Christopher Bäuerle und Jonas Rombach

Die Konkurrenz war groß und für eine Platzierung auf dem Siegertreppchen hat es dieses Jahr zwar nicht gereicht. Trotzdem mischten die deutschen Landschaftsgärtner-Auszubil-denden bei den „WorldSkills 2011“ weit vorn mit und erhielten von der Jury eine Anerken-nungsmedaille „Medallion for Excellence“ für ihre gute Leistung:
Christopher Bäuerle (Ausbildungsbetrieb: Jürgen Wragge GmbH Garten- und Land-schaftsbau, Backnang) und Jonas Rombach (Ausbildungsbetrieb: Willi Glöckler Garten- und Landschaftsbau, Kirchzarten) errangen bei der 41. Berufsweltmeisterschaft in London den sechsten Platz mit 513 Punkten. Der Wettbewerb der Teams von Landschaftsgärtner-Auszubildenden aus 16 Nationen gestaltete sich bis zum Schlusspfiff äußerst spannend.
Christopher Bäuerle (l.) und Jonas Rombach (r.) er-
rangen bei der 41. Berufsweltmeisterschaft „WorldSkills“
in London den sechsten Platz mit 513 Punkten. Der Ex-
perte, Juror und Teambetreuer des deutschen Teams,
Martin Gaissmaier (m.), resümierte:
„Die Jungs haben bis zur letzten Minute alles gegeben
und eine tolle Arbeit geleistet! Foto: AuGaLa
Goldmedaille für das Schweizer Team – Silber für Schweden und Großbritannien
Die Goldmedaille und somit den Weltmeister-Titel holte sich das Schweizer Team mit 557 Punkten: Christof Schweizer und Andreas Stadlin gewannen mit gutem Vorsprung vor dem schwedischen Team (Stefan Allansson und Mikael Andersson, 529 Punkte), das zusammen mit dem gastgebenden Großbritannien (Simon Abott und James Cuffey, 528 Punkte) die Silbermedaille und Platz 2 errang. Platz 4 ging an Südtirol (Italien, 520 Punkte), dicht gefolgt von Norwegen (Platz 5, 516 Punkte) und den Deutschen mit 513 Punkten auf dem sechsten Rang. Genaue Platzierungen finden Sie hier.
Der Experte, Juror und Teambetreuer des deutschen Teams, Martin Gaissmaier aus Freising, resümierte: „Die Jungs haben bis zur letzten Minute alles gegeben und eine tolle Arbeit geleistet! Ich bin wirklich stolz auf Jonas Rombach und Christopher Bäuerle. Sie haben unser Land vorbildlich repräsentiert.“ Dass sie nicht an die Ergebnisse der vorigen Weltmeisterschaften (zuletzt in 2009 holte das deutsche Team in Calgary die Goldmedaille) anknüpfen konnten, habe nicht nur an der seitdem noch stärker gewordenen internationalen Konkurrenz und dem wiederum enorm gesteigerten Niveau der „WorldSkills“ gelegen. „Zuletzt hat einfach auch das nötige Quäntchen Glück gefehlt“, so Gaissmaier.
Christopher Bäuerle
Jonas Rombach
Bäuerle: „Die Atmosphäre während des Wettbewerbs war einfach gigantisch!“
Christopher Bäuerle zog dennoch eine positive Bilanz und schwärmte: „Allein hier dabei sein zu dürfen, war schon toll. Die Atmosphäre während des Wettbewerbs war einfach gigantisch! Diese Erfahrung nimmt uns keiner mehr und wir haben so viele nette Menschen kennengelernt.“

Auch Jonas Rombach zeigte sich begeistert: „Die WorldSkills waren für mich eine absolut beeindruckende Zeit. Zu sehen, mit welchen Werkzeugen zum Beispiel die Japaner arbeiten und was in den anderen Berufen geleistet wird – ich bringe so viele schöne Erlebnisse und Eindrücke mit nach Hause. Das hatte ich nicht erwartet!“
Unser Team kämpft.
(v.l.n.r.) Jonas Rombach, Christopher Bäuerle
Die Abschlussfeier am Sonntag gehörte ganz den Gewinnern – und das waren sie ja irgendwie alle: viele mit einer Medaille, die anderen durch ihre beeindruckenden Erlebnisse, die gewonnenen Erfahrungen und nicht zuletzt durch so manche freundschaftliche Kontakte zu den Teilnehmern aus über 50 Nationen. Nach vier fordernden Wettbewerbstagen mit Höchstleistungen hatte sich alle Teilnehmer und Experten die große Party auf dem O2-Gelände nach der Siegerehrung verdient.

Bei der anspruchsvollen Wettbewerbsaufgabe war viel Handarbeit gefragt
Denn die Wettbewerbsaufgabe hatte es wirklich in sich. Sie musste in insgesamt 22 Stunden bewältigt werden und war geprägt von Handarbeit. Bis auf einen Akkuschrauber durften keine weiteren Maschinen verwendet werden – weder Kappsägen noch Stich- oder Steinsägen waren zugelassen.
Der Wettbewerbsgarten (6,5 x 6,5 Meter) könnte auch am Stadtrand in einer hügeligen Landschaft liegen, wie sie in vielen Gegenden von Schottland, Wales, Ulster oder den nördlichen Teilen England vorkommt. Eine doppelhäuptige Natursteinmauer aus Jurakalk („Limestone“), für die rund neun Tonnen Natursteine zu verarbeiten waren, zog sich durch die Fläche. In der Mauer war ein Übertritt zu gestalten, dem sich eine kleine Holzbrücke anschloss. Sie führte über einen Wasserlauf. Der dazugehörige Wasserfall entsprang der Trockenmauer – das Wasser bahnte sich seinen Weg bis zu einem kleinen Teich. Die Brücke führte zu einer Pflasterfläche und von dort in den Garten.

Abwechslungsreiche Bepflanzung für vier verschiedene Lebensbereiche
Mit einheimischen Kulturpflanzen und Exoten aus fernen Ländern spiegelte die sehr abwechslungsreiche Bepflanzung des Wettbewerbsgartens die Tradition im Vereinigten Königreich wider. Zu den gestalterischen Aufgaben für insgesamt vier verschiedene Lebensbereiche zählten dabei eine wechselfeuchte Zone, ein Stück Waldrand, eine für einen Hausgarten beispielhafte Fläche sowie eine repräsentative Pflanzung mit Stauden, Gräsern und Farnen. Täglich bewertete die Fachjury die unterschiedlichen Teilaufgaben, den Arbeitsfortschritt sowie Teamarbeit und Sicherheit.
Unter den rund 200.000 Zuschauern bei den 46 verschiedenen Wettbewerbsdisziplinen (mit 950 jungen Talenten aus mehr als 50 Ländern) verfolgten auch etliche deutsche Fans an den vier Wettbewerbstagen die Arbeit von Christopher Bäuerle und Jonas Rombach.
Die deutschen Fans feuerten stetig an.
Der fertige deutsche Garten.

 

Übrigens: In 2013 wird es für interessierte deutsche Zuschauer noch einfacher, die Berufsweltmeisterschaft zu verfolgen, denn dann werden die „WorldSkills“ in Leipzig vom 2. Juli bis 07. Juli 2013 ausgetragen.

Ein Blick zurück ....

Der Experte und sein Team

Christopher Bäuerle, Martin Gaissmaier, Jonas Rombach (v.l.n.r.)

Landschaftsgärtner im Web


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