Halli hallo, in diesem Beitrag geht es um die Ermittlung von Konsistenzgrenzen von fein- und gemischtkörnigen Böden, um zu erkennen, bis zu welchem Grad diese Böden bearbeitbar sind. Diese Erkenntnisse kann man anschließend zur zeitlichen Terminplanung, zum Maschineneinsatz und zu den vorherrschenden Witterungsverhältnissen der Baustelle anwenden.
Was man benötigt: Eine Probemenge von mindestens 200 g des feuchten Bodens. Dabei dürfen die Körner nicht größer als 0,4 mm sein. Die Probe wird in destilliertem Wasser eingeweicht. Dies kann je nach Bodenart mehrere Stunden bis Tage dauern. Danach erfolgt eine Nasssiebung durch ein 0,4 mm Sieb. Anschließend stellt man eine bearbeitungsfähige, homogene Paste durch langsamen Wasserentzug her (max. 50 °C). Dies kann dann wieder bis zu mehrere Stunden dauern.
Ihr merkt also schon, dass diese Konsistenzbestimmung sehr zeitaufwendig ist. Sie nimmt ca. eine Woche Zeit in Anspruch. Wir mussten das alles zum Glück nicht vorbereiten, das hat bereits unsere Dozentin gemacht.
Nun durfte es losgehen: Wir durften das Fließgrenzengerät nach A. Casagrande benutzen, das dafür da ist, durch gezielte Schläge die Fließgrenzen bestimmen zu können, die man später mit der Ausrollgrenze zur Berechnung der Konsistenzgrenze benötigt. Die Ausrollgrenze bestimmt sich dadurch, dass man die Bodenmasse so lange in 3 mm Röllchen auf einem Löschpapier rollt, bis sie bröckelt.
So wurde jetzt die Masse in die dafür vorgesehene Schale mit einem Spachtelmesser gefüllt und in der Mitte wurde senkrecht eine Furche gezogen. Dann wurde die Schale in das Fließgrenzengerät eingehängt und wir konnten jedoch an der Kurbel kurbeln bis sich die Furche auf 1 cm geschlossen hatte. Wichtig dabei ist, die Schläge zu zählen. Dieser Versuchsaufbau wird mehrmals durchgeführt.
Am Ende hat man Werte für die Ausrollgrenze und die Fließgrenze und somit kann der Wassergehalt ermittelt werden.
Bis bald,
eure Sara