Im Garten- und Landschaftsbau gehört der Formschnitt zu den Tätigkeiten, die besonders viel Genauigkeit erfordern. Heute schauen wir uns an, wie du Eibe (Taxus baccata) und Buchs (Buxus sempervirens) fachgerecht in Form bringst. Diese Arbeit verlangt Geduld, ein gutes Auge und sauberes Arbeiten – aber das Ergebnis lohnt sich.
Das richtige Werkzeug
Bevor es losgeht, kontrolliere deine Heckenschere:
- Scharfe Messer sind Pflicht, nur so entstehen glatte Schnitte ohne ausgefranste Triebe.
- Teleskopierbare Heckenscheren erleichtern das Arbeiten an größeren Formgehölzen.
- Eine stabile Leiter sorgt dafür, dass du auch in der Höhe sicher und sauber schneiden kannst.
Technik und Vorgehen
Eibe und Buchs sind ideale Gehölze für den Formschnitt, weil sie dicht wachsen und auch aus älterem Holz wieder austreiben.
Ein paar Tipps für die Praxis:
- Schneide von oben nach unten.
- Nimm dir Zeit und entferne anfangs lieber nur wenig Material.
- Trete zwischendurch einige Schritte zurück, um die Form aus der Distanz zu beurteilen. So erkennst du Unebenheiten sofort.
Eibe (Taxus baccata)
- Sie ist schnitttolerant und wenig krankheitsanfällig.
- Grundsätzlich kannst du sie das ganze Jahr schneiden.
- Am besten geeignet sind die Monate Juni bis August.
Buchs (Buxus sempervirens)
- Krankheiten wie das Buchsbaum-Triebsterben oder der Buchsbaumzünsler machen ihm oft zu schaffen.
- Trotzdem bleibt er ein klassisches Formgehölz.
- Der Hauptschnitt erfolgt Ende Mai bis Anfang Juli, ein Nachschnitt ist im August möglich, um die Form zu verdichten.
Mit etwas Übung wirst du schnell merken, wie viel Fingerspitzengefühl beim Formschnitt gefragt ist. Genau diese Präzision unterscheidet saubere, gleichmäßige Arbeiten von groben Schnitten – eine wichtige Fähigkeit für deine Ausbildung im Garten- und Landschaftsbau.
Grüße von Felix!